Jedem Ende wohnt ein Anfang inne!

Hallo und einen wunderschönen Sonntag,

geblendet von der schon wärmenden Sonne auf Balkonien mit Seeblick starte ich gemütlich und begleitet von Vogelgezwitscher in den Tag. Herrlich, windstill und wunderbar frische Luft! Da ist es mir fast schnurz egal, dass der Göttergatte Bären vertreibt und Madame mich mit den Worten weckte: “Mama, ich kann nicht mehr schlafen!”. Wohl gemerkt, sie liegt seit dem quer in meinem Bett. Wie gut, dass dieser Beitrag hier inzwischen zum dritten Mal aktualisiert werden will und endlich online soll. Die letzten Wochen waren für uns sehr aufregend. Meistens im positiven Sinne. Also abgesehen von der “freiwilligen Quarantäne” und dem bisherigen größtenteils Shitwedder in ihren letzten Sommerferien. Oder den ersten richtigen Sommerferien. Hm, sind das jetzt noch Kita-Ferien oder schon Schulferien? Worüber man so philosophieren kann. Lieber noch schnell einen Schluck Kaffee schlürfen. Heiß! Jedenfalls die letzten  vierzehn Tage war ich zwar schon auf den Anfang vom neuen Lebensabschnitt unserer großen Maus fixiert. Jedoch im Blog muss schon noch ein bisschen Ordnung herrschen, wenn schon nicht im Nähzimmer – kleiner Spoiler 😀

eine der vielen gebastelten Karten vom Kind für mich, während ich Zeit für Organisationen “opferte” 🙂 –

Kurzum, nach monatelangen Planungen, Verwerfungen, Neuerungen und zwischenzeitlichem Chaos ist nun dieses besondere Kita-Jahr mit einem kleinen und doch feinem Abschied zu Ende gegangen. Für die Lütte endet ein Lebensabschnitt. Für mich ein Jahr als Elternvertreterin, die gerade nicht nur Veranstaltungen planen sondern mehr erreichen will. Durch dieses Ehrenamt bin ich in der umzugsbedingt neuen Kita nun soweit involviert gewesen, wie ich als “normales Elternteil” die Jahre zuvor nie eingebunden wurde. In der Pandemiezeit nicht immer ein Segen. Doch im Grunde ein positiver Aspekt, welcher jedoch nicht den Zeitaufwand überwiegt, den dieses Amt inne hat. Ja, es gibt auch pandemiefreie Zeiten in unserem letzten Kita-Jahr. Allein die Planung für ein Laternenfest mit Essen zu Herbstzeiten. Unvergessen bleibt, dass ohne die Hilfe bzw. Örtlichkeiten der Freiwillige Feuerwehr es niemals so schön geklappt hätte. Organisation ist alles und kostet doch viel Zeit. Man merkt es an dem Blog und auch an der geringen Familienzeit. Wobei das Verständnis von unserer Tochter egal wann absolut riesig gewesen ist. Ich möchte behaupten, sie ist auch ein klein wenig stolz auf ihre Mama.

Und dabei bin ich doch so unsagbar stolz auf unsere kleine große Maus. Denn heuer beginnt kein neuer Kita-Alltag. Die Tränen sind getrocknet, denn das Mädel ist schlicht schulreif. Und ehrlich, wir Eltern sind auch ein bissel aus dem Kindergarten-Alltag heraus gewachsen. Wirklich? Wollen wir neue “Herausforderungen”? Lass uns schnell mal Schultüten für 13 Schulkinder basteln, um so eine schöne Ablenkung Verpackung für USB-Sticks – natürlich auch für Süßigkeiten und einen tollen Bleistift mit Bommel! – zu haben. Da wir drei Organisatorinnen im Namen der Eltern nie wussten, ob es einen kleinen Abschied in natura geben wird, hatten wir uns für einen Zusammenschnitt von Abschiedsvideos der Schulkinder entschieden. Mein Held – höhö – hat den Film freiwillig geschnitten. Dadurch kam ich in den Genuss, ihn als erste zu sehen und gegebenenfalls korrigieren zu lassen. Regie ist ehrlich meins! Und doch, die Tränen flossen wie blöde schon bei der ersten Version. Es ist einfach schön, wenn Kinder sich Zeit nehmen, um ihren Erziehern ein kurzes Danke zukommen zu lassen. Das motivierte uns Beteiligte für die Vorbereitungszeit immens. So gab es dann auch noch ein bissel was an Übungen für Hand Lettering für mich. Die Kinder haben nämlich noch ihre Lieblingsbücher mit Widmung verschenkt. Die brauchen natürlich eine Bücherkiste. Dort habe ich zwar den Deckel gestaltet, aber die Kids haben die Seiten bunt unterschrieben. Wunderschön! Außerdem hat Niels noch einen Bilderrahmen mit eigens gemalten Bildern der Kinder als Abschiedsgeschenk gestaltet. Passepartout ausschneiden – mit einem Cuttermesser! – es gibt Dinge, dafür habe ich keine Geduld. Dann doch lieber einige Versuche starten, bis ich mit dem jeweiligen Spruch zufrieden bin. Eine Karte darf da natürlich ebenfalls nicht fehlen. Die Ideen für Mäuse und Sprüche habe ich bei der Netz-Bildersuche gesammelt und neue Kompositionen erstellt. Kleiner Tipp: Nicht zu viel nachdenken, einfach machen! Zweifel halten auf.

 

Und weil das mit dem letzten Kleid im Kita-Alltag für mich so wichtig gewesen ist, musste natürlich zwei Nächte vorm Abschlusstreff noch eine Nachtschicht eingelegt werden. Grinsend habe ich durchgehalten. Sind die doch in den letzten 5 Jahren so typisch für mich gewesen, wenn es besondere Anlässe aus Kindessicht gegeben hat. Und durch Schlafverzicht lag ich immerhin wieder gut in der Zeit. Klar, dass dann die letzten Stunden vor dem Treff die Stickmaschine streikt, obwohl ich doch auch diese fixe Idee von Anhängern für die Erzieher nebst “Verpackung” für deren USB-Sticks umsetzen wollte. Noch niemals zu vor habe ich ITH Dateien genutzt. Soweit ich das verstanden habe, geht es darum, etwas komplett unter der Stickmaschine zu fertigen. Nix Nähen. Nun, die “Lieblings-Erzieherin” Anhänger von April Sonne [gekauft bei Makerist] und das Blumen Minitäschchen von MariLenaStoffzaubereien [gekauft bei Etsy] sind einfach zu süße Schlüsselanhänger und passen für den Anlass perfekt! Hier nur ein Beispiel von drein – ich habe lediglich die Farben für mehrere Versionen abgewechselt – nebst Teaser vom Kleid. Denn das hat einen eigenen Auftritt verdient. Geplant kommenden Dienstag. Vielleicht errätst Du den Schnitt? Womöglich ist es das “Probekleid” vom Einschulungskleid. Wer weiß das schon so genau. Ich bin da offen für alles 😀 – weiterer Spoiler: nein, ist es nicht!

Dank der erneuten Hilfe vom Göttergatten hat es doch alles geklappt und wir waren pünktlich vor Ort. Puh, alles so aufregend und so wunderschön! Da, ein Tränchen… Habe ich schon erwähnt, dass ich unvorbereitet auch an einem Mikrofon reden musste? Himmel, ich habe keine Ahnung, sicherlich nur Kauderwelsch gesprochen und mit gebrochener Stimme. Unsere Kinder wurden kurz zuvor als Schmetterlinge verabschiedet und alle Kita-Angehörige haben sich auch unter diesen Abstandsbedingungen so viel Mühe gegeben! Natürlich bin ich auf dem Tobe-Kieshaufen ausgerutscht, über den das Tochterkind kurz zuvor mit Bravour und Eleganz geftattert ist. Nun, ich hingegen bin Typ Elefant im Porzellanladen, auf die 40 zugehend und Fan peinlicher Momente. Hallo, hier, siehst Du mich winken? Ehrlich, ich tippe und winke gerade jetzt. Ja, ist nichts passiert und viele waren eh abgelenkt. Ich grinse gerade. Hat man sich so chaotisch alles für 10 Minuten Abschied der Eltern (vertreten von uns drei Organisatorinnen) von der Kita vorgestellt. Irgendwie schon. Nur so bleibt es im Gedächtnis! Der Unterschied zum Teenie ist, ich finde mich mit peinlichen Momenten ab. Die gehören zu mir. Ist ja zum Glück nicht immer so.

 

Der Schulalltag wird jedenfalls zeigen, wie reif wir Eltern für den nächsten Lebensabschnitt sind. – Traue ich mich nach dem Auftritt wirklich von einer reifen Mutter zu sprechen ??? – Einig sind wir uns dahingehend, dass wir frohen Mutes bereit für den Schulstart sind. Also in einer Woche setze ich mich dann auch zumindest sitze ich bereits an den Vorbereitungen dafür. Man möchte meinen, ich hatte mindestens ein Jahr dafür Zeit. Bekannterweise ist es nicht neu, dass ich Näh-Dinge gerne auf den letzten Drücker mache. Dennoch, durch die letzte Woche brauchte ich dringend Hilfe von Andrea aka Nähbegeisterte und es ist Wahnsinn, sie hat sofort losgelegt. Das wiederum hat mich so gepuscht, nun bin ich wieder im Zeitplan. Also vielen herzlichen Dank dafür!!! Was es geworden ist, verrate ich wann anders 🙂

Tja, nun, das war im Grunde der Überblick über die letzten Monate Kreativzeit, auch vernab der Nähmaschine. Wir sind glücklich und zufrieden, dass alles geklappt hat. Mein Mann hat mich ermahnt, so etwas so schnell nicht wieder zu machen. Nur, ganz ehrlich, als Organisator/in hat man eben auch den Überblick und kann dafür sorgen, dass alles auch nach den eigenen Wünschen für alle Kinder klappt. Kinder regieren die Welt, keine Frage, sie benötigen nur engagierte Eltern als Unterstützung! Also hopp, nächstes Jahr Elternvertretung, zack zack 😀

Mein Dank geht an dieser Stelle an Mann und selbstredend dem zuckersüßen Pupsi, ähem, unserem Kind. Und ja, in ein paar Jahren – vielleicht schon morgen – wird sie mich für diese öffentliche Aussage hassen. Was jedoch zählt ist die Tatsache, dass ohne ihre phantasievolle Bastel-Näh-Unterstützung (nicht zu vergessen ihre drei Schlüsselanhänger für den Hausmeister und weitere Elfen im Haus) und Hilfe hinsichtlich der Farbwahl für die “richtigen Jungsfarben” wir niemals alles geschafft hätten. Auch bei den gestickten Schulkinder Anhängern von Rock-Queen [gekauft bei Makerist] bestand sie auf ihr Mitspracherecht. Dahingehend ist so ein verregneter Sommer übrigens nicht schlimm. Ich hatte genügend Beschäftigung für uns beide. Inzwischen kam die Stickmaschine auch schon für die Einschulung zum Einsatz. Ein Traum. Nein, ich verrate noch nichts. Chronologische Reihenfolge und wuah, das wird eine tolle Schultüte, jawoll! Wahnsinn, wie die Zeit rennt, sechs Jahre bald rum…  Der Kaffee ist leer, ich sollte schnell weiter sticken. Es ist doch auch wahnsinnig schön, wenn sie gesund und putzmunter groß werden. Denk immer daran, jedem Ende wohnt auch ein Anfang inne. Sieht man ja auch hervorragend an so einer Wurstkette. Grillen könnte man auch mal wieder. Jepp, wir genießen die restlichen Ferientage in vollen Zügen. Vor allem jetzt, wo der warme Sommer uns besucht!

Herzliche Grüße
Deine Jenny

P.S.: Über meinen Kopf hinweg flog gerade ein Graureiher, der Herrscher von dem See. Jedenfalls führt er sich immer so auf, wenn er seine Kreise darüber zieht. Ich bin nur dankbar, dass sein Geschäft eben auch im See landete und nicht bei mir. Selbstredend empfinde ich das als Glück!

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- Samstagsplausch#31
- 4Jahreszeiten - Sommer

4 Replies to “Jedem Ende wohnt ein Anfang inne!”

  1. So schön liebe Jenny und ganz DU! Ich mag Deinen Bericht und der letzte KiTa-Tag samt Abschied ist immer etwas besonderes… Die Geschenke sind toll und der Spruch mit den großen Herzen, hachz…
    Habt einen guten Start in die Schulzeit, liebe Grüße
    Katrin

  2. Liebe Jenny,
    ein bissel schmunzeln musste ich ja schon bei deinem Beitrag. 😁 Denn er fast auf dem Punkt zusammen was wir Eltern fühlen. Ich finde deine Sticksachen einfach super. Die Sterne für die kleinen Schultüten sind klasse. 👍 Ich finde die Kiste und deine Handlettering Projekte, immer noch super duper toll. Aber das weißt du ja. Es freut mich auch das ich dir helfen konnte. 😘

    Viele liebe Grüße deine nähbegeisterte Andrea 🍀

  3. Ach was für ein schöner Bericht und das klingt nach einer tollen Kita und vielen liebevollen Herzen und Händen. Da unser Kindergarten nicht so der Knaller war die letzten beiden Jahre habe ich mich eher erleichtert verabschiedet letztes Jahr und das Kind fand nur den Rauswurf cool und dann rannte er raus zum Tor und brüllte “endlich Schule” und ich sags dir wie habe ich gehofft, dass es nach einem Jahr Schule immer noch so ist und ja, es hat geklappt. Er liebt die Schule und ich bin sicher ihr als Eltern und die Lütte sind reif! Bald wird sie mit roten Backen vor dir stehen und sagen “Mama, können wir endlich los?” … und dann geht es weiter. Ich wünsche dir genauso viel Freude und Kreativität für den Anfang, wie für den Abschied und ach es tat mir so gut hier bei dir zu lesen – ich fühle mich motiviert! Liebe Grüße Ingrid

  4. Liebe Jenny,
    nun sitze ich am PC und kann besser schreiben als mit dem Handy.
    Ja, der letzte Tag im Kindergarten… …das kann nur jemand verstehen, der das auch schon erlebt hat. Es ist ein ganz besonderer Tag und eigentlich möchte man noch gar kein Schulkind haben, andererseits aber doch.
    Du hast es so wundervoll beschrieben und die Sachen, die Du geschaffen hast, sind wundervoll geworden. Da werden sich die Beschenkten irre darüber gefreut haben.
    Liebe Grüße Viola

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