Nachthemd – nur wer ausprobiert, gewinnt!

Hallo,

heute möchte ich Dir sehr gerne ein kleines Experiment von mir vorstellen. Denn seit Veröffentlichung der Zeitschrift B*Trendy 7 möchte ich für unsere Tochter ein Nachthemd nähen. Wohl gemerkt, die Zeitung schlummert im Schnittmusterkarton seit Herausgabe für die Wintersaison 2016/2017…

Ungefähr genauso lange dürfte auch der Jersey mit dem Hunde-Katzen-Motiv im eigenen Fundus rumfliegen. Doch da weiß ich nicht mehr exakt, wann ich da im Stoffladen vor Ort zuschlagen “musste”. Allerdings steht fest, dass der halbe Meter unbedingt so langsam verarbeitet werden sollte. Noch ist wenigstens etwas Einflussnahme hinsichtlich der Stoffwahl möglich, doch das Ende naht rasant.

Wie gut, dass ihre gekauften – liebevoll genannten – Schlafkleider entweder zu klein oder zerrissen sind (zerschnitten und mit Textmarker bemalt trifft es eher).  Mit dem Nähergebnis sind wir jedenfalls sehr zufrieden. Und was mich besonders freut, ist die Teilung auf der vorderen oberen Passe. Die übrigens keine echte Teilung ist. Ich habe dafür einfach ein Stück Stoff am Schnittmuster an der vorderen Mitte ran gehalten, den Halsbogen mit Nahtzugabe zugeschnitten und zwei parallele senkrechte Linien bis zum unteren Ende der Passe (dort auch Nahtzugabe setzen!) zugeschnitten. Der Abstand der Linien ist reine Geschmackssache. Dann das Stoffstück mit langem Geradstich aufgenäht (soll ja etwas dehnbar bleiben) und die jeweiligen Nähte noch mit Sternen-Gummiband verdeckt. Das wurde beim Kauf des Satinbandes zufällig entdeckt und entgegen der Meinung des Hausherrn für absolut passend befunden. Immerhin ist es ein Kinder-Outfit, da muss nicht immer alles Ton in Ton bleiben 😝

 

Was mir noch bezüglich der Schnittanpassungen einfällt, der untere Saum ist um 14 cm gekürzt. Die Vorder- und Rückenteile haben im Schnitt eine Trennlinie. An dieser Stelle habe ich den jeweiligen unteren Part einfach 14 cm höher geschoben und die Seitenlinien mit der Nahtzugabe etwas angeglichen. So konnte ich die komplette Stofflänge von dem gemusterten Jersey ausnutzen. Der dünne Uni-Jersey ist übrigens ein Rest von meinem T-Shirt für den Gatten aus dem letzten Jahr (hier erneut verlinkt). So langsam erfüllt sich meine Mission, vorhandene Stoffe zu verbrauchen. Leerer wird zwar noch nichts, aber wozu auch. Dann sind ja gar keine Streichelstoffe mehr im Haus 😊

MEIN FAZIT

Bis auf Tüddelkram ist nix neues hinzu gekommen und schon alleine deswegen ist mindestens ein Schulterklopfer durchaus verdient 😉 Das Kleid wurde in der 116 genäht und geht jetzt bis kurz über die Knie. Deswegen bereue ich meine notgedrungene Schnittkürzung ebenfalls nicht. Die Nachthemden bleiben nämlich auch gerne beim heimischen Spielen an. Somit ist Bewegungsfreiheit ein Muss. Wenn es zu kurz wird, gibt es einfach eine Panty oder Shorty dazu.

Kind glücklich, Mama glücklich – so macht Nähen Spass!

Herzliche Grüße,
Deine Jenny

Verlinkt bei:
- HOT#158
- Dienstagsdinge #30/18
- Made4Girls #Juli

2 Replies to “Nachthemd – nur wer ausprobiert, gewinnt!”

  1. War auch mal ganz froh, nicht immer nur typische Mädchenfarben auf dem Nähtisch. Ach, dass Kleid geht auch als “Sonntags-Lümmelkleid” bei heißen Temperaturen, jedenfalls in den Augen von Madame 😉

    Liebe Grüße,
    Jenny

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*