Mein Schatz

Hallo,

vor einer gefühlten Ewigkeit war ich mit der Familie auf dem Expo-Stoffmarkt und habe dort ein absolutes Schätzchen bekommen. Gerne erinnere ich mich an den Tag zurück, denn der Ausflug war dank guter Laune bei unserer damals 2-jährigen sehr ausgelassen. Da sagt mir mal noch jemand, die Stimmung der Mama färbt sich nicht auf das Kind ab 😀

Von vornherein war klar, dass der schöne Lillestoff mit dem Design von Susalabim eingelagert wird, bevor er unter die Nadel kommt. Denn zum einen war das Motiv doch noch zu groß für sie und zum anderen brauchte ich einen Schnitt, bei dem ich ganz viel von den zauberhaften Mädchen unter bringen konnte bzw. es einfach ‘zooom’ macht. Wie schon in meinem letzten Beitrag angekündigt, dauerte es bis Mitte diesen Jahres. Dann habe ich nämlich bei den Ebookmachern auf Facebook einen Schnitt von Mialuna entdeckt und sofort aus dem nichts gebrüllt: “Das ist es!”. (Kein Scherz, selbst die Katze fiel von der Fensterbank…) Zum Glück habe ich noch rechtzeitig freitags, dem Freebook Tag, hereingeschaut. Längst sammel ich nicht mehr alle Freebooks, die ich irgendwo entdecke, aber bei dem konnte ich aus besagten Gründen nicht widerstehen.

Ohne vernünftig geführtem Nähplaner, an dem frau sich auch hält (ändert sich aber gerade!), geht eine Zettelwirtschaft zu gerne unter. So vergingen die Wochen. Da unsere Madame selber in den Stoffkisten wühlen darf, stand der Nähauftrag allerdings fest. Übrigens, ich nähe gerade nur noch, was sie kombiniert, sonst landet es nämlich in der Versenkung. Außer, ich erhalte absolute freie Hand (sehr selten im Moment!). Was ich mir wiederum nur noch im Beisein des Göttergatten bestätigen lasse. Warum? Weil ich den Fehler, mich als Lügnerin zu betiteln, während man wütend die Kleidung in die Ecke wirft (wohl gemerkt nach einer Nähnacht meinerseits), nicht noch mal zulasse. Dank glaubwürdigerem Lieblingspapa trägt sie die Sachen dann auch tatsächlich. Vernünftigere Menschen hören einfach auf, für das Kind zu nähen und gehen shoppen. Da ich allzu gerne unvernünftig bin und sturerweise diese Berge an Kinderjersey’s noch vor dem absoluten Nähende für sie  (nicht drüber nachdenken, schnief!) aufbrauchen will, ist das nur fair, einen quasi unbeteiligten Dritten rein zuziehen.

Wo war ich, ach ja, wühlen in Stoffkisten. Also, Madame fischt im Moment sehr gezielt. Weshalb auch diese zauberhaften Mädels mit den Luftballons wieder zum Vorschein gekommen sind. Dazu der Kombinationsstoff mit den gedruckten Buntstift Linien. Gefällt uns beide sehr, weshalb nähen wenigstens für alle Spass macht (ja, so ganz nur das unter der Nadel haben, was sie will, geht halt doch nicht). Und damit sich der Kreis endgültig schließt, zeige ich Dir jetzt meine Amalya aus meiner Schatzkiste für meinen Schatz.

 

Genäht habe ich auch hier wieder in der Größe 110/116, weil in der Anleitung vermerkt ist, dass der Schnitt sehr groß ausfällt. Beim Ausmessen der Proportionen war ich nämlich sehr zögerlich. Wenn auch die 122/128 wirklich sehr groß geworden wäre. Seit der Anprobe denke ich, dass das Kleid noch bis nächstes Jahr reichen wird. Ich finde, sie hat noch gut Luft. Wer jetzt aber befürchtet, dass Kleid sei ja nur etwas für den Sommer, dem soll ich von der Lütten ausrichten, dass es nicht stimmt. Kann man auch wunderbar eine offene Bluse drüber tragen. Wobei die Mama da lieber ein langärmeliges Shirt bevorzugen würde, aber wie war das mit dem ‘Hauptsache, es wird getragen!’ – Thema?! 😉

 

Nach Jahren des geduldigen Wartens sind nunmehr zwei Outfits entstanden, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die zweite Version gibt es gerne nochmal hier anzuschauen. Wir freuen uns jedenfalls sehr darüber. Mit diesen wunderschönen Streichelstoffen (es existiert sogar noch etwas, yeah!) verabschiede ich mich ins Wochenende und wünsche Dir ebenfalls eine erholsame Zeit!

Herzliche Grüße,
Deine Jenny

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2 Replies to “Mein Schatz”

    • Danke Dir, liebe Ingrid! 🙂 Aber meinst Du mit dem Saum vielleicht den gestreiften Rock? Sonst habe ich leider keine Ahnung, was du meinst. Ansonsten ist hier schon lange der Sommer vorbei und das, wo ich Wärme so liebe 🙁

      Viele Grüße,
      Jenny

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