Der Weg führt zum Ziel – mein maritimes Vater-Tochter-Outfit (Werbung)

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Hallo,

wie beim letzten Creadienstag versprochen, möchte ich Dir heute mein 2. Vater-Tochter-Outfit für das Designnähen bei Fadenkäfer zeigen. Dabei versichere ich Dir, es gab für diese letzte Version so einige Steine im Weg.

1. DAS MATERIAL

Alles fing mit der richtigen Stoffwahl für meine beiden Schätze an. Beim Probestück hatte ich diese Probleme nicht. Beide sahen den Stoff und waren sich sofort einig, selbst bei den Kurzwaren.

Anders beim eigentlichen Werk. Sie wollte Glitzer, Ponys, Einhörner, Tüll (ja, keine Ahnung warum ausgerechnet bei einer Jacke…) und Blumenmotive. Er hingegen alles schlicht und absolut ohne Mädchentüdelkram. Und ich überlegte schon, das Experiment als gescheitert zu erklären. Für einen selbst oder eben gleichgeschlechtlich zu nähen ist definitiv einfacher!

Am letzten Abend der angesetzten Stoffrecherche fand ich tatsächlich wunderschönen Sweat in Marineblau und tja, was soll ich sagen, dazu passt sowohl rot als auch blau und tadaaa so kam es zum Streifenjersey. Was habe ich mich gefreut. Doch dann stieg die Aufregung. Gefällt ihnen die Idee, werden sie die Jacke auch wirklich tragen. Nachdem ich meine Vorstellung über einen maritimen Look zögernd offenbarte, haben beide überraschenderweise strahlend zugesagt. Meine Anspannung ist schlagartig weg gewesen. Eigentlich habe ich noch Reste, die ich sehr gerne durch Applikationen verbraucht hätte. Er sollte einen Leuchtturm bekommen und sie ein Schiffsjunge nebst Schiff und Möwen. Dies haben beide leider fast zeitgleich abgelehnt. Nun sind es also wieder schlichte Versionen geworden. Ihnen beiden gefällt es zum Glück sehr.

Der etwas dickere Sweat mit flauschiger Innenseite und Jersey sind von Herberttextil. Die dicke Kordel und die Kunststoff-Reißverschlüsse mit groben Zacken (er: 80cm, sie:45cm) sind von Kurzwarenstadt. Die Ösen sind von Prym und das Garn ist von Gütermann.

Eigentlich sollte sie auch die dicke Kordel haben. Aber irgendwie hatten wir Eltern dann doch Angst, dass sie zu schwer um ihren Hals wird. Zumal man auch erst mit Kordeln arbeiten sollte, wenn die Kinder wesentlich älter sind. Das darf aber jeder privat selber entscheiden. Jedenfalls fand ich vor Ort eine ähnliche dünnere Kordel, das Maritime Seil sollte nicht verloren gehen. Also schmalere Ösen verarbeitet und was ist, die Kordel ist versteift. Damit gefühlt schwerer als die dicke… Jedoch die lässt sich wiederum leichter aufdrehen und wäre damit ein perfektes Spielzeug. Auch Nicht schön. Also Alles richtig gemacht! Die Knoten sollen als Seemannsknoten-Imitat und zugleich Kordelstoppel dienen. Für letzteres rutschen sie leider immer zu tief runter

Für beide Jacken habe ich zum aller ersten Mal SnapPap vernäht. Das große Stück liegt schon länger für diese Verwendung hier rum. Doch leider muss ich eingestehen, Kunstleder zu vernähen ist irgendwie schöner. Das SnapPap franst unter der Nähmaschine aus und irgendwie sieht man dann doch, dass es kein Leder ist. Was ja auch der Wahrheit entspricht. Nun denn, zum jetzigen Zeitpunkt denke ich, dass der Rest lieber für Taschen verwendet wird. Bin gespannt, wie es mehrere Wäschen verträgt.

Die Schönwetterfront meinte es letzten Sonntag gut mit uns. Da wurden gleich mehrere Ausflugsziele besucht und nebenbei Fotos gemacht. Dabei habe ich nur festgestellt, dass fotografieren eher die Aufgabe meines Mannes bleiben sollte. Gar nicht so einfach, ohne Brille alles gut einzufangen! Hier sind aber meine Lieblingsfotos:

 

2. DER SCHNITT

Der Schnitt ist die Sweatjacke von Fadenkäfer. Du bekommst sie einzeln, aber auch als Kombi-Pakete entweder im Shop oder bei Makerist. Mir wurde er für das Designnähen zur Verfügung gestellt. Die Herrenjacke ist in L genäht und für das Kleinkind gab’s die 110. Natürlich bügel ich immer alles, nach (fast) jeder Naht. Aber wenn beide die Jacken unbedingt sofort anziehen wollen, dann bekommt eine Kapuze während der Autofahrt neue Falten und es sieht von hinten katastrophal aus. Mit gehobenen Hauptes sage ich: “Das muss so, es wird eben getragen und nicht bloß angeschaut!” Ärgert mich aber für die Fotos trotzdem ein wenig …

 

3. MEIN FAZIT

Die Kinderjacke hat sich recht flott nähen lassen. Ich hatte den Schnitt ja nun auch schon zweimal genäht. Und dann kam der Reißverschluss der Herrenjacke, wohl gemerkt, meine vierte Sweatjacke. Keine Ahnung, ob ich einfach zu selbstsicher am Anfang war. Man sollte einfach nie ein: “das kann ich schon, das geht jetzt schnell!” denken, kostet nur Zeit aufgrund ständigem Auftrennen… Oder vielleicht hing ich einfach im Kopf schon zu sehr beim nächsten Projekt und die Konzentration litt dadurch. Das Einnähen vom Reißverschluss war jedenfalls durchaus nervenaufreibend. Beinahe hätte ich die Jacke in die Ecke geworfen. Nur, weiß ich auch, dass ich das UfO nie wieder angefasst hätte, immer an den Nähfrust erinnert… Zudem wollte ich unbedingt auch eine eigene Jacke. Dies war eigentlich nicht geplant. Aber durch die Jacken der beiden wurde ich echt angefixt. Stur wie ich bin, durfte meine aber erst genäht werden, nachdem das geplante Projekt vollständig umgesetzt wurde. Nach einer Nachtschicht und erneutem Abarbeiten der Anleitung hat zum Glück auch alles geklappt. Meine Jacke zeige ich aber wann anders.

Als Fazit finde ich, dass trotz des gleichen Schnitts alle Jacken für sich genommen unterschiedlich wirken. Und das liegt einfach nur an der veränderten Stoffwahl. Sowas mag ich ja ganz besonders!

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Herzliche Grüße,
Deine Jenny

*Die Schnitte wurden mir zum Designnähen kostenlos zur Verfügung gestellt. Daher enthält dieser Beitrag Werbung. Diese Werbung wurde eigenständig verfasst und entspricht somit meiner ehrlichen Meinung. Zudem ist die Werbung nicht zusätzlich vergütet. Materialien – wie z.B. Stoffe und Kurzwaren (auch für Verschnitte) – wurden mir nicht zur Verfügung gestellt.

2 Replies to “Der Weg führt zum Ziel – mein maritimes Vater-Tochter-Outfit (Werbung)”

  1. Hey Jenny, ich muss sagen, dein Projekt hat wunderbar geklappt. Ich finde die beiden Jacken toll und es sieht als Vater-Tochter-Outfit echt klasse aus. Nun bin ich auf deine Jacke gespannt.
    Liebe Grüße, Susanne

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